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Deutschland
DRV fordert stärkeren Kinderschutz im Tourismus
Beim DRV-Politikfrühstück wirbt ECPAT-Geschäftsführerin Antje Monshausen für die Verankerung des Kinderschutzes in der Nationalen Tourismusstrategie
DRV fordert stärkeren Kinderschutz im Tourismus

Der Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung, Menschenhandel und Gewalt muss nach Auffassung des Deutschen Reiseverbandes und von ECPAT Germany stärker in der deutschen Tourismuspolitik berücksichtigt werden. Beim DRV-Politikfrühstück rückten Vertreter aus Tourismus und Politik insbesondere die Möglichkeiten der Prävention innerhalb der Reisewirtschaft in den Mittelpunkt.

Antje Monshausen, Geschäftsführerin von ECPAT Germany und Vorsitzende der AG Kinderschutz im DRV, sprach sich dafür aus, den Kinderschutz ausdrücklich in die Nationale Tourismusstrategie aufzunehmen. Vor Vertretern aus der Politik erläuterte sie aktuelle Risiken und Handlungsfelder für die Branche.

Tourismuswirtschaft trägt Verantwortung bei der Prävention

Sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel mit Minderjährigen seien nicht auf einzelne Länder oder Regionen beschränkt. Entsprechend komme auch touristischen Unternehmen und ihren Beschäftigten eine wichtige Rolle zu, mögliche Gefährdungen zu erkennen und präventiv zu handeln.

Nach Einschätzung Monshausens erfordert wirksamer Kinderschutz die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure. Politik und Behörden sind dabei ebenso gefragt wie Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Polizei.

Zu den zentralen Instrumenten gehören verbindliche Kinderschutzkonzepte sowie eine gezielte Aufklärung und Schulung von Mitarbeitern. Gleichzeitig gewinnt die Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt im digitalen Raum an Bedeutung. Beim Politikfrühstück wurden darüber hinaus technische Frühwarnsysteme und der Einsatz entsprechend qualifizierten Fachpersonals diskutiert.

Internationales Netzwerk in 115 Ländern

ECPAT Germany gehört zum internationalen Netzwerk ECPAT International, das mit 145 Mitgliedsorganisationen in 115 Ländern vertreten ist. Mit Studien, Medienkooperationen und Kampagnen soll das Bewusstsein für sexuelle Ausbeutung von Kindern geschärft werden.

Gemeinsam machen ECPAT und der DRV unter anderem mit der Kampagne „Nicht wegsehen!“ auf Risiken aufmerksam. Dabei werden auch touristische Kontaktpunkte wie Flughäfen und Bahnhöfe genutzt, um Reisende und Beschäftigte für mögliche Anzeichen sexueller Ausbeutung zu sensibilisieren.

DRV engagiert sich seit 25 Jahren

Der Deutsche Reiseverband beschäftigt sich seit einem Vierteljahrhundert im Rahmen seiner AG Kinderschutz mit Prävention und Aufklärung. Zusammen mit ECPAT Germany und weiteren Partnern will der Verband dieses Engagement fortsetzen.

Ein wesentliches Ziel bleibt dabei, Kinderschutz nicht nur als gesellschaftliche Aufgabe zu verstehen, sondern ihn dauerhaft in den Strukturen und Arbeitsabläufen der Reisewirtschaft zu verankern.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration mit Material von Marcel Kautz/DRV


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