Tourexpi
Ein
Hoch auf die Erlebnisvielfalt im Schwarzwald: Von Kultur in historischen
Klostermauern über gelebte Traditionen bis zu Ausstellungs-Highlights hat die
Ferienregion in den nächsten Monaten allerlei zu bieten.
Viel
Spaß beim Entdecken! www.schwarzwald-tourismus.info
„I
Feel the Earth Whisper“ im Museum Frieder Burda in Baden-Baden
Zum
20-jährigen Jubiläum des Museums Frieder Burda in Baden-Baden ist bis 3.
November 2024 die neue Ausstellung „I Feel the Earth Whisper“ zu sehen: In
einer Welt, die sich angesichts des Klimawandels rasant verändert, ermöglicht
die Schau, innezuhalten und der sinnlichen Schönheit der natürlichen Welt und
unserer tiefgreifenden Verbundenheit mit ihr nachzuspüren – anhand der
Installationen von Bianca Bondi, Julian Charrière, Sam Falls und Ernesto Neto.
Die Ausstellung mit Skulpturen, Bildern, Videos und Fotografien verwebt auf
eindrucksvolle Weise Fäden der Mythologie, Kosmologie und Ökologie und möchte
einen Impuls geben, uns (wieder) als Teil der Ökosysteme unseres Planeten zu
begreifen. Der Eintritt für Erwachsene kostet 14 Euro, für Schüler 5 Euro. www.museum-frieder-burda.de
„Drei
starke Frauen“ in der Kunsthalle Messmer in Riegel
Mit
Niki de Saint Phalle, Sylvette David und Elvira Bach zeigt die Kunsthalle
Messmer in Riegel am Kaiserstuhl die Werke von drei Künstlerinnen, die sich
schon im 20. Jahrhundert intensiv mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft
beschäftigt haben. So unterschiedlich ihre Arbeiten sind, so sehr verbindet die
Künstlerinnen, dass sie Biografisches, eigene Erfahrungen und Erlebnisse in
ihren Werken verarbeiten. Neben Grafiken und Buchobjekten sind mehrere der
berühmten Nanaskulpturen von Niki de Saint Phalle (1930-2002) zu sehen, die –
scheinbar schwerelos – die Schönheit des weiblichen Körpers feiern. Sylvette
David (Jahrgang 1934) wurde als Picassos Modell und Muse weltberühmt, ihre
Gemälde und Keramiken führen auf eine stille Weise den 1954 begonnenen Dialog
mit Picasso fort. Eine betont weibliche Sichtweise prägt die expressiven,
farbstarken Bilder von Elvira Bach (Jahrgang 1951). Sie zeigt Frauen so, wie
sie sich vorstellt, wünscht und erträumt: Als erotische, selbstbestimmte Diven,
Grazien und Vamps. Die Ausstellung ist vom 29. Juni bis 24. November 2024 zu
sehen, Erwachsene zahlen 13,50 Euro, Schüler ab 9 Jahren 6 Euro. www.kunsthallemessmer.de
Kunstreise
für Entdecker: Ornamenta im Nordschwarzwald
Die
zeitgenössische Kunstausstellung Ornamenta erstreckt sich vom 5. Juli bis 29.
September 2024 über den gesamten Nordschwarzwald: Fünf Hauptausstellungen laden
dazu ein, die fünf fiktiven Themengemeinden – „Schmutzige Ecke“, „Solartal“,
„Bad Databrunn“, „Zum Eros“ und „Inhalatorium“ – in ihrer ganzen Tiefe zu
erkunden. Die Gruppenausstellungen mit Werken regionaler, nationaler und
internationaler Künstlerinnen und Künstler sollen jeweils verschiedene
Blickwinkel auf die existenziellen Fragestellungen zur Zukunft der Region
anbieten, die das kuratorische Team mit der Ornamenta aufwerfen möchte. Ein
erklärendes Beispiel: Das einst als Thermalbad dienende historische
König-Karls-Bad in Bad Wildbad ist Kulisse für „Bad Databrunn“ – es geht um die
Welt des Wassers, der Thermalquellen sowie der Kur und diese Bedeutungsebene
trifft auf die neue Zeit mit Datenströmen, Smartphone-Besessenheit und dem
Stress der alltäglichen Dauerverfügbarkeit. Ein weiterer Kunstort ist das
Reuchlinhaus in Pforzheim mit gleich zwei Ausstellungen – das „Inhalatorium“
spielt mit den Themen Klima, Luft und Luftverschmutzung, das „Solartal“
wiederum greift das Thema Sonne und Sonnenuhren auf. Alle Ausstellungen sind
jeweils freitags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Tagesticket 10 Euro,
Wochenendticket 27 Euro, Saisonticket 50 Euro. www.ornamenta2024.eu
„Schwarzwaldliebe“:
Neue Sonderausstellung im Elztalmuseum in Waldkirch
Der
international tätige Maler, Graphiker, Designer und Bildhauer Otmar Alt ist in
Waldkirch bestens bekannt: Er ist unter anderem Gestalter der farbenfrohen
Konzertorgel „Altobella Furiosa“ (Foto), die 1999 in Zusammenarbeit mit den
vier Waldkircher Orgelbauwerkstätten entstanden ist. Anlässlich des
225-jährigen Jubiläums des Waldkircher Orgelbaus zeigt das Elztalmuseum die
Sonderausstellung „Schwarzwaldliebe – Impressionen von Otmar Alt“. Auf mehreren
Etagen sind rund 90 Arbeiten aus sechs Jahrzehnten seines Schaffens zu
bestaunen. An Mitmach-Stationen dürfen Groß und Klein drucken, puzzeln, bauen
und malen – alles ganz im verspielten Stil von Otmar Alt. Zu sehen ist die
Ausstellung vom 5. Juli 2024 bis 9. März 2025 (nicht zugänglich vom
21.10.-22.11.2024 und vom 27.2.-7.3.2025). Erwachsene zahlen 4 Euro, Kinder
(6-16 Jahre) 1 Euro. Zusätzlich gibt es ein großes Rahmenprogramm mit
Konzerten, Trickfilmworkshop für Kinder und Podiumsdiskussion. www.elztalmuseum.de
Breitgefächertes
Programm: „Kultursommer“ im Nordschwarzwald
Der
vierte „Kultursommer“ im Nordschwarzwald lädt vom 12. Juli bis 11. August 2024
zu einer facettenreichen Reise durch Kunst und Kultur ein. Ein breitgefächertes
Programm erwartet Besucher in den Kreisen Freudenstadt, Calw, dem Enzkreis
sowie in der Stadt Pforzheim. Zu den Highlights zählen das „Fools
Garden“-Festival sowie das Straßentheater-Festival „Sommersprossen 2024“,
organisiert vom Kulturhaus Osterfeld, beide mit internationalen Top-Acts. Der
Calwer Klostersommer mit dem „Kloster in Flammen“ (Foto), das Bürgertheater auf
der Burg Hohennagold, die Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte und der
Kurgartensommer in Freudenstadt versprechen erneut Kulturgenuss pur. Eine
besondere Attraktion bildet die Kultur-Tour auf dem Enztalradweg, bei der die
kulturelle Vielfalt der Region auf zwei Rädern erlebbar wird. Theater,
Festivals, Lesungen und Ausstellungen – der Kultursommer Nordschwarzwald bietet
unvergessliche Momente für Kulturbegeisterte jeden Alters. www.kultursommer.nordschwarzwald.de
Zeitaktuell
und humorvoll: „Fidelius on Tour“
Er
ist wieder unterwegs – erneut schön entschleunigt mit Tempo 25 auf seinem
Oldtimer-Traktor samt einem zur Wanderbühne ausgebauten Forstarbeiterwagen: Vom
19. Juli bis 11. August 2024 trekkert Kabarettist Martin Wangler als „Fidelius
Waldvogel“ durch Baden-Württemberg. An ausgewählten Orten gibt der
SWR-Schauspieler Gastspiele, gern unter freiem Himmel: Dabei präsentiert er
erzählend, singend und musizierend sein Kabarettprogramm „Land in Sicht“, in
dem er sich auf originelle Weise mit zeitaktuellen Themen rund um „Heimat“
auseinandersetzt. www.martin-wangler.de
Kultur
mal anders: Museumsnacht in Freiburg
Die
Freiburger Museumsnacht lädt am 20. Juli 2024 ab 18 Uhr zu Konzerten,
Performances, Führungen und Mitmach-Aktionen ein. Ob Pop auf der Welte-Orgel,
Clownerie und Tanzperformances unter den Wasserspeiern, Märchen für Erwachsene,
interaktive Klanglandschaften, Silent Disco, Swing oder Indie-Folk-Pop – für
alle ist etwas dabei. Auch kulinarisch hat die besondere Sommernacht einiges zu
bieten: Von Crêpes über Pizza bis hin zu französischen Köstlichkeiten oder Thai
Catering. Neben dem Augustinermuseum mit dem Haus der Graphischen Sammlung, dem
Museum für Neue Kunst und dem Museum Natur und Mensch und der
museumspädagogischen Werkstatt, sind zudem die Freiburger Münsterbauhütte, das
Planetarium, der Kunstverein Freiburg, das Uniseum und das Fasnetmuseum mit dabei.
Tickets im Vorverkauf 10 Euro, Abendkasse 12 Euro. www.freiburg.de/museumsnacht
Einzigartiges
Lichtermeer: 50. „Lichterfest“ in Bad Bellingen
Tausende
Lichter und Lampions verwandeln den Kurpark in Bad Bellingen am 27. Juli 2024
in ein einzigartiges Lichtermeer: Bereits zum 50. Mal wird das um 17 Uhr
startende „Lichterfest“ so zum Erlebnis für die ganze Familie. Besonders mit
Einbruch der Dunkelheit entfaltet sich das besondere Ambiente der Fest- und
Gastronomiemeile: Zahlreiche Stände bieten regionale Spezialitäten des
Markgräflerlandes, Spieleattraktionen bringen die Kleinen auf Trab und zwei
Live-Bands animieren die Junggebliebenen zum Tanz. Ein weiteres Highlight ist
die große Lichtershow. www.bad-bellingen.de
250
Jahre Christian Ferdinand Oechsle und Oechsle-Fest in Pforzheim
Der
vor 250 Jahren in Buhlbach bei Baiersbronn geborene und 1852 in Pforzheim
gestorbene Christian Ferdinand Oechsle war Mechaniker, Goldschmied und allen
voran Erfinder: Nach der von ihm entwickelten Methode zur Bestimmung des
Mostgewichts wird bis heute in Deutschland, der Schweiz, dem Fürstentum
Liechtenstein und in Luxemburg die Qualität des Traubenmostes in der Einheit
Grad Oechsle gemessen. Ihm zu Ehren feiert Pforzheim im nördlichen Schwarzwald
seit 1986 alljährlich das Oechsle-Fest: Von 23. August bis 8. September 2024
bieten Gastronomen eine große Auswahl von badischen und schwäbischen
Spezialitäten, dazu können Besucher viele Weine verkosten. Abwechslungsreiche
Konzerte sorgen für die musikalische Untermalung auf dem Marktplatz. www.ws-pforzheim.de
Ein
weiterführender Tipp zu Oechsles Geburtsort (sein Vater arbeitete in der
Glashütte Buhlbach): In Baiersbronn-Buhlbach befand sich vom 18. bis 19.
Jahrhundert die größte und bedeutendste Glashütte des Schwarzwaldes. Der
weltweite Erfolg von Buhlbach liegt in der Entwicklung der druckfesten
Champagnerflasche begründet, dem „Buhlbacher Schlegel“. Zwei Millionen Flaschen
wurden einst jährlich mundgeblasen in alle Welt exportiert. Die heute noch
stehenden Gebäude sind die letzten historischen Glashüttengebäude im
Schwarzwald. Heute ist der Kulturpark Glashütte Buhlbach ein Zeitzeugnis über
die Geschichte der Schwarzwälder Glasherstellung und zeigt den geschichtlichen
Werdegang der Glashütte Buhlbach. Öffentliche Führungen gibt es bis 3. November
2024 jeweils mittwochs bis sonntags um 14.30 Uhr, an ausgewählten Terminen
stehen sogenannte „Ambienteführungen“ auf dem Programm, bei denen Dora-Luise
Klumpp in der Rolle der Caroline Wilhelmine Böhringer pointiert vom grandiosen
Aufstieg der Glashütte erzählt. www.baiersbronn.de
Ein
Hoch auf die Zwetschge: 75. Bühler Zwetschgenfest
Traditionell
feiert Bühl am zweiten September-Wochenende das „Bühler Zwetschgenfest“. Dank
ihrer Widerstandsfähigkeit und des frühen Reifezeitpunkts war die Bühler
Zwetschge lange der „Star“ unter den Zwetschgen und für die Stadt im nördlichen
Schwarzwald einst wichtige Erwerbsquelle. Vom 5. bis 9. September 2024 erwartet
die Festbesucher bei der 75. Ausgabe ein buntes Programm mit Unterhaltung,
Musik und regionalen Köstlichkeiten. Traditioneller Auftakt ist der Fassanstich
durch den Oberbürgermeister im Festzelt am Donnerstagabend. Wichtige Säulen des
Festes sind, jeweils am Sonntag, die Matinee im Bürgerhaus sowie der Umzug
durch die Innenstadt mit Motivwagen und Fußgruppen. Fanfaren und Musikkapellen
begleiten dabei den Festwagen der Zwetschgenkönigin („Blaue Königin“). www.buehl.de
Bildnachweis:
© Patrick Seeger/Stadt Freiburg
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