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Allgäu will Teil der Münchner Olympia-Pläne werden
93 Prozent der befragten Sportvereine unterstützen die Bewerbung als Austragungsregion und stellen ehrenamtliche Helfer in Aussicht
Allgäu will Teil der Münchner Olympia-Pläne werden

Mit der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes für München als deutschen Kandidaten für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 rücken auch mögliche Wettbewerbe im Allgäu stärker in den Blick. München setzte sich am 26. September bei der DOSB-Mitgliederversammlung mit 91 zu 50 Stimmen gegen KölnRheinRuhr durch. Eine Entscheidung über Gastgeber und Austragungsjahr ist damit noch nicht gefallen.

Das Allgäu möchte im Rahmen des dezentralen Konzepts ausgewählte Wettbewerbe übernehmen. Rückhalt dafür kommt nach Angaben der Allgäu GmbH aus den regionalen Sportvereinen. Landrat Christian Wilhelm, Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH, hatte deren Bereitschaft zur Unterstützung im Vorfeld abgefragt.

93 Prozent der Vereine signalisieren Unterstützung

Nach Angaben der Allgäu GmbH stehen 93 Prozent der Vereine hinter dem Vorhaben und sind bereit, die mögliche Austragung olympischer Wettbewerbe auch mit ehrenamtlichen Helfern zu unterstützen. Sieben Prozent zeigten sich demnach unsicher, in welchem Umfang sie sich beteiligen könnten.

„Sport, Bewegung und das ehrenamtliche Engagement bilden das Herzstück unserer Region. Dass unsere Sportvereine so geschlossen und begeistert hinter der Olympia-Initiative stehen, zeigt eindrucksvoll: Das Allgäu ist nicht nur sportbegeistert, sondern auch bereit, ein verlässlicher und leidenschaftlicher Gastgeber zu sein“, sagt Wilhelm.

Freiwillige Helfer wären bei möglichen Wettkämpfen unter anderem für Organisation und Logistik, die Betreuung von Athleten und Gästen sowie für Abläufe entlang der Wettkampfstrecken erforderlich.

Impulse für Nachwuchs und Vereinsleben erhofft

Die Unterstützung der Vereine ist zugleich mit der Erwartung verbunden, dass olympische Wettbewerbe langfristig Wirkung auf den regionalen Sport entfalten könnten. Im Mittelpunkt stehen dabei Nachwuchsarbeit, Breitensport und Vereinsleben.

„Wir sehen den olympischen Wettkampf im Allgäu als eine einmalige Chance, unsere Region international als sportlich-attraktive Destination zu präsentieren. Gleichzeitig, und das ist uns ebenso wichtig, erwarten wir einen Schub für den lokalen Breiten- und Nachwuchssport sowie das Vereinsleben. Die Begeisterung für Olympia ist jedenfalls jetzt schon vorhanden“, sagt Marlon Wörndl vom Allgäu Triathlon.

Radsport, Triathlon, BMX und Mountainbike im Fokus

Das Allgäu hatte sich bereits mit einem offenen Brief an Bayerns Innenminister Joachim Herrmann als mögliche Austragungsregion ins Gespräch gebracht. Vorgesehen sind nach den Vorstellungen der Region das Straßenradrennen der Frauen und Männer sowie Triathlon, BMX und Mountainbike Cross-Country.

Als Grundlage verweist die Region auf Erfahrungen mit bestehenden Sportveranstaltungen. Dazu gehören der Allgäu Triathlon, Radrennen und Wintersportveranstaltungen, bei denen Infrastruktur, Streckenorganisation und der Einsatz zahlreicher Helfer bereits erprobt sind.

Ob und in welcher Form das Allgäu tatsächlich Teil Olympischer Spiele werden könnte, hängt vom weiteren Bewerbungsverfahren und der späteren Ausgestaltung des Austragungskonzepts ab. München ist zunächst der deutsche Kandidat im internationalen Verfahren; die nächste Dialogphase für die Spiele 2036 soll nach derzeitiger Planung im März 2027 beginnen.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration mit Material von Dominik Berchtold


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