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Deutschland
Thomas Cook-Insolvenz: asr befürchtet ‘Wegsteuern’ von Condor
Mittelstandsverband kritisiert Tatenlosigkeit der Bundesregierung bei Insolvenzabsicherung.
Thomas Cook-Insolvenz: asr befürchtet ‘Wegsteuern’ von Condor

Die Allianz Selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V. (asr) befürchtet, dass nach der Insolvenz von Thomas Cook nun auch die Fluggesellschaft Condor akut gefährdet ist, die derzeit ihren Betrieb noch fortführt.

"Der Touristikbranche bleibt nach wie vor nichts anderes übrig, als sich von angeschlagenen Carriern schnellstmöglich abzuwenden, um den eigenen finanziellen Schaden zu begrenzen", erklärt asr-Präsident Jochen Szech die aktuellen Herausforderungen für Veranstalter und Reisebüros. Szech sieht die Schuld dafür bei der Bundesregierung: „Air Berlin, Germania und viele andere: Die Politik hat über viele Jahre versäumt, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Zahlungen von Reisenden, Veranstaltern und Reisebüros an Fluggesellschaften in finanziell schwierigen Zeiten absichern. Jetzt wird es die Condor treffen.“

"Seit Monaten waren die Schwierigkeiten des Thomas Cook-Konzerns ebenso bekannt wie die verzweifelten Bemühungen, einen Käufer für die Condor zu finden“, fasst asr-Präsident Jochen Szech die Gefühle der Verbandsspitze zusammen, kritisiert jedoch die Bundesregierung scharf. "Das wird wohl leider der nächste Untergang mit Ansage: Nachdem es trotz langjähriger Forderungen des asr noch immer keine Insolvenzabsicherungspflicht für Fluggesellschaften gibt, sind Veranstalter und Reisebüros nach der Insolvenz der Condor-Mutter Thomas Cook nun praktisch gezwungen, im Interesse ihrer Kunden gezielt auf andere Fluggesellschaften umzusteuern.“

Der Mittelstandsverband kritisiert einmal mehr, dass die zentrale Forderung des asr nach einer Insolvenzabsicherungspflicht für Fluggesellschaften – der sich nach den Insolvenzen von Air Berlin 2017 und Germania 2019 auch Verbraucherschützer und andere Verbände angeschlossen hatten – von der Politik nach wie vor verschleppt werde. Zuletzt hatte die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag dem asr mitgeteilt, dass die Bundesregierung eine Lösung auf europäischer Ebene erwirken wolle und nur „notfalls Handlungsnotwendigkeiten auf Bundesebene erörtern werde“. Dazu Szech: "Wenn die Insolvenz des zweitgrößten deutschen Reisekonzerns kein 'Notfall' ist, was dann?"

Der asr fordert die Politik in Brüssel und in Berlin daher erneut auf, entsprechende Absicherungssysteme – wie sie für Veranstalter schon seit Jahrzehnten gelten – nun unverzüglich endlich auch für Fluggesellschaften einzuführen.


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