- Wissen, was im Tourismus los ist!



Hüseyin BARANER
Hüseyin BARANER
2019 werden sich die Erwartungen und Ansätze im Türkei-Tourismus ändern
Machen Sie sich bereit, legen Sie die Gurte an, und behalten Sie Ihr neues Tourismus-Wörterbuch immer bei sich. In der Welt des Tourismus wird die Türkei vom Mitspieler zum Spielmacher aufsteigen.

Nachdem der neue Flughafen Istanbul in Betrieb genommen wurde, hat er nicht nur die Flugverbindungen nach Anatolien mit neuer Energie belebt, er wird auch dafür sorgen, dass seine Partner im Ausland weiteres Wachstum erfahren.

 

Reiseveranstalter und international aktive Reisebüroketten, die die Türkei gut kennen und verstehen wissen schon jetzt, dass die Türkei das einzige Land in Europa, auf dem Balkan, in der GUS, im Kaukasus, dem Nahen Osten und Nordafrika ist, das 100 Millionen Besucher aus dem Ausland erreichen kann.

 

Die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften wissen besser als wir selbst, dass die Türkei für die kommenden 15 Jahre eine unglaubliche Perspektive bietet.

 

Bei einem Gespräch mit Vertretern der deutschen Flugwirtschaft habe ich gesagt, dass die Türkei für sie nicht nur eine Hub sein wird, sondern ein Wachstumszentrum, weil die Türkei nun auch daran arbeiten wird, ihre Reisegebiete auszubauen und zu entwickeln, und dass sie auch mit Investitionen in die neuen Trends der Produktdiversifizierung wie Umwelt- und Outdoor-Aktivitäten beginnen wird. Darüber hinaus, so sagte ich weiter, steht die Türkei kurz davor, in Zusammenarbeit mit einheimischen und ausländischen Kapitalgebern eine Strategie zu verfolgen, die ein Wachstum ohne Zerstörungen und Schädigungen der Umwelt ermöglichen wird.

 

Ich fügte hinzu, dass wir ein neues Entwicklungsmodell unter dem Namen “Model of Turkish Growth (MTG)” vorstellen können, auf das unsere örtlichen Verwaltungen und die Bevölkerung schon seit langem wartet, und mit dem wir schnelle, aber gleichwohl bleibende Erfolge erzielen werden.

 

Ich kann erahnen, dass viele meiner Leser diesen Artikel bis zu dieser Stelle sehr, sehr gewagt finden werden.

 

Lesen Sie trotzdem weiter. Gegen Ende gehe ich auch auf die Bedingungen ein, die zur Verwirklichung dieser Pläne erforderlich sind, und ohne die wir wieder an der selben Stelle bleiben werden, an der wir schon so lange stehen.

 

Ich glaube an das, was ich hier formuliert habe. Zur Zeit werden alle Werte und Errungenschaften, die wir trotz aller Fehler in den vergangenen vierzig Jahren geschaffen haben, unter die Lupe genommen. Ich werde Zeuge, wie die Vermarktungsstrategien unseres Ministeriums mit professionellem Blick geändert werden, und wie man fleißig daran arbeitet, jede Ecke unseres Landes in ein Zentrum der Produktivität zu verwandeln.

 

Die Tatsache, dass in unserem Ministerium seit langer Zeit endlich einmal wieder richtige Entscheidungen gefällt werden, erfreut alle Partner in unserer Branche, aber vor allem auch die Kommunen und die im Destinationsmanagement engagierten Verbände, die aus den alten Teufelskreisen ausbrechen möchten.

 

Das unfruchtbare Gerede in unserer Branche hat uns ebenso wie die schnellen, kurzfristigen Lösungsversuche viel Geld gekostet. Trotzdem sollten wir ins freuen, dass die positive Veränderung nun noch gerade rechtzeitig und kurz vor dem “Point of no Return” eingetreten ist.

 

Diese Chance darf sich die Branche nicht entgehen lassen, sie muss sich engagieren!

Auf Basis der derzeitigen Ausgangslage wird die Türkei ohne den Tourismus weder das Arbeitslosigkeitsproblem lösen noch die Außenhandelsbilanz verbessern können.

Die momentane Krise hat den Verantwortlich sehr deutlich gemacht, welche hohe Bedeutung der Tourismus besitzt.

 

Die Banken stützen ihre Hoffnung auf den Tourismus!

 

Die neue Ethik in unserem Ministerium und die damit einhergehende Selbstkontrolle im Hinblick auf Produktivitätskriterien werden unsere Branche auf der Basis der Kriterien “gute Produkte, guter Service und Produktivität” einen richtigen Kurs einschlagen lassen. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte unsere Branche ihre Attraktivität, ihren guten Ruf und ihre Produktivität verloren, wäre auch strukturell geschädigt worden und in der Wirtschaft in eine niedrigere Liga abgestiegen.

 

Auch die globale Konjunktur war selten neuen Ideen, ehrlichen, gerechten und nachhaltigen Ansätzen und Bemühungen gegenüber so offen. Deshalb ist unser Timing auch im Hinblick auf die Chance, internationale Unterstützung zu erhalten, sehr gut. Die Parameter sind günstig. Während der Türkeitourismus reifer geworden ist und seine Bekanntheit und sein Ruf besser geworden sind, sucht man zugleich weltweit nicht mehr nach auffällig geschmückten Attraktionen sondern vielmehr nach Reinheit und Einfachheit, nach grundlegenden Dingen wie Erde, Wasser und guter Luft.

 

Auch im Hinblick auf die anstehenden Kommunalwahlen möchte ich die Zuständigen daran erinnern, dass die Türkei zu diesen Themen schleunigst neue Projekte für EU-Fonds planen sollte.

 

Wenn wir mit geeigneten Schritten auf dem Weg zu einer neuen Entwicklungen voranschreiten, in dem wir einen neuen Maßstab auf der Basis unserer Daten, Preise, neuen Definitionen und Maße entwickeln, werden wir auch auf den internationalen Märkten und Plattformen voranschreiten können. Die Türen sämtlicher internationaler Verbände stehen unserer Branche offen.

 

Die Welttourismus-Organisationen arbeiten zur Zeit ohnehin an ganz neuen Projekte, die universelle Gültigkeit und Verbindlichkeit erhalten werden. Im Rahmen dieser Projekte müssen wir auch als Türkei einen gebührenden Platz erhalten und dürfen uns diesen Platz nicht nehmen lassen.

 

Im Rahmen dieser Projekte, an denen so eifrig gearbeitet wird, geht es um Nachhaltigkeit in der Entwicklung der Reiseziele, aber auch um Egalität und Gerechtigkeit für die örtliche Bevölkerung sowie für die im Tourismus Beschäftigten.

 

Ich glaube fest daran, dass alle die oben erwähnten positiven Erwartungen dann verwirklicht werden können, wenn die Tourismusautoritäten der Türkei und das Ministerium jetzt Projekte entwickelt und Lösungen für aktuelle Probleme wie den Klimawandel, innovative Verkehrstechniken, Overtourism, Seamless Travel, Tourismus des Dritten Lebensalters und Kreuzfahrten findet, und dabei Modelle und Ansätze verfolgt, die sich nach der Berliner Konvention richten. Das halte ich für die Grundvoraussetzung dieser positiven Entwicklungen.

 

Meine eigenen Vorschläge zu diesen Themen unterbreite ich dem Ministerium ohnehin regelmäßig.

 

Aufgrund des großen Interesses an diesen Themen will ich in meinem nächsten Beitrag auf die Themen Overtourism und Seamless Travel eingehen.

 

Hüseyin Baraner


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