Zehn magische Momente unter der Mitternachtssonne der Northwest Territories - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Zehn magische Momente unter der Mitternachtssonne der Northwest Territories
Mitternachtssonne. Die Zeit im Jahr, in der die Uhren irgendwie anders ticken. Alles fühlt sich ein wenig seltsam an. Magie liegt in der Luft!
Zehn magische Momente unter der Mitternachtssonne der Northwest Territories

Bei der abendlichen Betrachtung der Wettervorhersage fällt unweigerlich auf, dass das kleine Mondsymbol für die "vor uns liegende Nacht" schlichtweg fehlt. Der Sommer, an dem ein Tag buchstäblich wochenlang dauern kann, bietet in den Northwest Territories einfach magische Momente. Wo sonst auf der Welt kann man noch um Mitternacht Aktivitäten im Freien beginnen? Die Mitternachtssonne überrascht mit vielen einzigartigen Erlebnissen und Empfindungen!

1. Das Anzapfen einer scheinbar unerschöpflichen Energiereserve

"Offiziell ging die Junisonne gegen Mitternacht unter und drei Stunden später wieder auf, aber in Wahrheit wurde es nie richtig dunkel. Dämmerung, ja. Zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang gab es eine sanfte Art von Dämmerlicht und die Straßenlaternen gingen an, aber niemand brauchte oder bemerkte sie. Das konstante Licht wirkte wie endloses Koffein". So beschrieb die Autorin Elizabeth Hay die herrlichen Sommertage in den Northwest Territories in ihrem 2007 mit dem Giller Preis ausgezeichneten Buch „Late Nights on Air“, welches in Yellowknife spielt.

Die Northwest Territories bieten im Sommer eine fast grenzenlose Energiereserve. Die Sonne steht bis weit in den Abend hinein hoch am Himmel, an manchen Orten sogar bis tief in die Nacht, und die Energie des Körpers wird ständig durch das brillante Licht unseres hellsten Sterns aufgeladen. Die Tageszeit zu erraten, ist viel schwieriger, als Sie vielleicht denken. Sämtliche gewohnten Hinweise zur Einschätzung der Tageszeit fehlen. Da ist die Abwesenheit von Dunkelheit, während die Welt draußen vor Aktivität wimmelt. Vögel fliegen umher. Füchse suchen nach Futter. Skipper segeln mit ihren Booten zu einem Mitternachtsausflug in die Yellowknife Bay, und Roadtrip-Fans unternehmen eine nächtliche Fahrt auf dem Dempster Highway, weit oberhalb des Polarkreises, um auszunutzen, was die langen Sommertage zu bieten haben.

Tipp: Beim Fotografieren am besten den Zeitstempel an der Kamera einschalten, damit man einen Beweis für die „Nachtaufnahmen“ hat!

2. Die Erkenntnis, dass das Angeln im Morgengrauen etwas schwieriger ist

Wer zu den Petrijüngern gehört, die gerne im Morgengrauen die Angel auswerfen, muss in den NWT schon sehr früh aufstehen. Die Morgendämmerung bricht in den südlichen Northwest Territories bereits irgendwann zwischen 2:30 Uhr und 3:30 Uhr an. Nördlich des Polarkreises ist das Angeln in der Morgendämmerung unmöglich, da es die Morgendämmerung eigentlich gar nicht gibt. An Orten wie Inuvik steht die Sonne rund um die Uhr am Himmel.

Gleichzeitig kann man jedoch am Great Bear Lake jederzeit, Tag und Nacht, auf riesige Seeforellen angeln, die kraftvoll an der Leine reißen, oder vom Ufer aus nach mächtigen Hechten, schillernden Äschen und köstlichen Felchen fischen. Denn stets gibt es genug Tageslicht, um die Angel auszuwerfen.

3. Die Feststellung, dass das Lagerfeuer nicht zur Beleuchtung dient

Es gibt nichts Schöneres, als die Wärme eines Lagerfeuers gemeinsam mit lieben Freunden und der Familie zu genießen. Unter der Mitternachtssonne ist es nicht anders, allerdings ist das Licht des Feuers nun eher dekorativ als zweckgebunden, denn die Lagerstätte wird rund um die Uhr von Sonnenlicht erhellt.

Das typische Marshmallow-Rösten oder Würstchen-Grillen gelingt kinderleicht, wenn man nicht im Dunkeln nach Stöcken, Messern und Verpackungen kramen muss. Und ganz gleich, ob man auf einer epischen Paddeltour tief in der Wildnis unterwegs ist oder die Nacht auf einem öffentlichen Campingplatz verbringt, die glücklich lächelnden Gesichter rund ums Lagerfeuer verbreiten ihre ganz eigene, wohlige Wärme.

4. Eine Runde Golf zur Bettgehzeit

Wer zu Hause etwas prahlen möchte, sollte um Mitternacht eine Runde Golf spielen. Die per Handy-Kamera an die Freunde zu Hause verschickten „Beweisbilder“ werden vermutlich erst am nächsten Morgen bewundert – denn höchstwahrscheinlich liegen die Empfänger bereits träumend im Bett. Vielleicht vibriert das Handy des nächtlichen Golfers aber auch schon am 18. Loch in der Hosentasche mit der Nachricht eines völlig verwirrten Freundes, der gerade zu verstehen versucht, wo dieses Foto zu nachtschlafender Zeit entstanden ist. Einfache Erklärung: In den Northwest Territories, einem der wenigen Orte der Erde, wo eine Runde Golf zur Bettgehzeit physikalisch möglich ist.

5. Schwimmen um Mitternacht

Bei einem nächtlichen Badeausflug sind weder Scheinwerfer noch Taschenlampe erforderlich. Jederzeit kann man nach Lust und Laune den Weg des geringsten (Wasser-)Widerstandes gehen. Dies kann ein gut ausgetretener Waldweg zu einem unberührten See sein, ein Sprung über einen Kiesstrand in den Arktischen Ozean, ein kühner Hüpfer vom Dock einer Blockhütte oder ein Profi-Tauchgang vom Deck eines schwimmenden Hausboots. Egal zu welcher Stunde, im Land der Mitternachtssonne gibt es im Sommer immer genügend natürliches Licht für ein erfrischendes Bad.

6. Abendessen am nächsten Morgen

Als weitere Begleiterscheinung der fantastischen Mitternachtssonne kann der natürliche Rhythmus des Körpers gestört sein. Wenn Tag und Nacht die Sonne scheint, ist es schwierig, einen festen Zeitplan einzuhalten. Am besten, man vergisst das Frühstück um 8 Uhr, Mittagessen um 12 Uhr und Abendessen um 18 Uhr. Ständig passiert das gleiche: Man überlegt, den frisch gefangenen Fisch zuzubereiten und stellt erstaunt fest, dass es tatsächlich schon 23 Uhr ist. Wo ist der Tag geblieben?

Verspätete oder vergessene Mahlzeiten … auch das gehört zum Leben unter der Mitternachtssonne. Aber keine Sorge: der Hunger packt irgendwann jeden! Schließlich machen die vielen Rund-um-die-Uhr-Aktivitäten Appetit!

7. Stundenlange Sonnenauf- und -untergänge bewundern

Wenn die Sonne untergeht (wenn auch nicht ganz) und bevor sie wieder aufsteigt, ist das dann ein Sonnenaufgang oder ein Sonnenuntergang? Ist es ein untergehender Sonnenaufgang? Oder ein aufgehender Sonnenuntergang? Wer sich in Inuvik oder in einer der anderen Gemeinden nördlich des Polarkreises befindet und beobachtet, wie sich die Sonne entlang der Himmelslinie hebt und senkt, fragt sich sicher, wann der eine Tag endet und der nächste beginnt…

Metaphysische Gespräche wie diese werden oft geführt, wenn man den ganzen Tag und die ganze Nacht wach bleibt. Beim Diskutieren der unterschiedlichen Standpunkte können die XXL-ausgedehnten, unglaublich schönen Sonnenauf- und -untergänge bewundert werden.

8. Unter dem hellsten Stern des Sonnensystems in Schlaf versinken

Wer es geschafft hat, seinen biologischen Schlaf-Wach-Rhythmus aus der Zeit vor der Sonnenwende aufrechtzuerhalten, wird in den Northwest Territories nicht gerade unter dem Sternenhimmel einschlafen – dazu ist es viel zu hell! Aber es hat schon etwas Besonderes, so sanft ins Träumeland wegzudösen, wie sich der Himmel unmerklich von der Abenddämmerung über das Dämmerlicht der Nacht bis zur Morgendämmerung und hin zum Tag verändert.

9. Vogel-Konzert in der Dämmerung

In den Northwest Territories darf bei der Betrachtung von Tag und Nacht ein weiteres Thema nicht fehlen: das Vogel-Konzert in der Dämmerung. Im Laufe des Abends bis in den Morgen hinein hört man den Ruf von Schwalben und Waldsängern. Der Dämmerungs-Chor kann je nach Standort gerne einmal bis Mitternacht erklingen. Das morgendliche Vogel-Konzert dagegen kann mancherorts bereits um 1.30 Uhr beginnen. Die Vögel nutzen, wie wir alle, die langen Tageslichtstunden und sind ständig aktiv. Es gibt nichts Besseres, als in den frühen Morgenstunden bei aufgehender Sonne und vollem Vogelgezwitscher zu seinem Campingplatz, Hotel oder Bed & Breakfast zurückzukehren. Eine völlig surreale, aber absolut magische Situation.

10. Verlust jeglichen Zeitgefühls

Es könnte in einem kurzen Moment der Stille sein, nachdem das Gelächter um das Feuer verstummt ist. Oder beim Aufstehen, um dem Ruf der Natur zu folgen. Man fragt sich selbst: Wie spät ist es? Und dann, nach einem Moment, folgt die Frage: „Nein, welcher Tag ist heute? Ist es immer noch gestern? Ist es schon morgen?“ Oft bleibt man die Antwort schuldig …. bis es einem schließlich dämmert: Die Zeit nicht zu kennen, ist Teil der Magie der Mitternachtssonne.

Weitere Informationen über die Northwest Territories gibt es unter https://www.spectacularnwt.de.

Bildnachweis: © Terry Parker & NWT Tourism


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