Ryanair-Streik in Irland: Das müssen betroffene Passagiere wissen - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Ryanair-Streik in Irland: Das müssen betroffene Passagiere wissen
Die irische Pilotengewerkschaft IALPA hat aktuell zu einem 24-stündigen Streik am 12. Juli aufgerufen. Auch in anderen Ländern haben sich Pilotengewerkschaften für Arbeitskämpfe mit dem irischen Billigflieger mobilisiert. Was Passagiere nun beachten müssen, erklärt Dirk Busse. Er ist Experte für Fluggastrechte des weltweit führenden Fluggasthelfer-Portals, AirHelp:
Ryanair-Streik in Irland: Das müssen betroffene Passagiere wissen

“Bei der Billigairline Ryanair wird es zeitnah zu Problemen im Flugverkehr kommen. Die Piloten der irischen Gewerkschaft IALPA stimmten aktuell für eine 24-stündige Arbeitsniederlegung am 12. Juli. Unzählige Flüge könnten daher ausfallen oder nur verspätet starten. Von Deutschland aus fliegt Ryanair irische Ziele unter anderem aus Berlin-Schönefeld, Hamburg, Köln/Bonn, München und Stuttgart an. Betroffene Passagiere, deren Flüge mit mindestens drei Stunden Verspätung am Zielort ankommen, haben unter Umständen Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Dies gilt auch für Reisende, deren Ryanair-Flug gestrichen wird, sofern sie weniger als 14 Tage vor dem eigentlichen Abflugtermin über den Ausfall ihres Fluges informiert werden.

 

Im April diesen Jahres urteilte der Europäische Gerichtshof, dass selbst ein unangekündigter Streik keinen außergewöhnlichen Umstand darstellt, der die Fluggesellschaften von ihrer Pflicht befreit, Entschädigungen auszahlen zu müssen. 

 

Ab einer Verspätung von mehr als fünf Stunden oder einer Beförderung zu einem späteren Zeitpunkt ist die Airline zudem dazu verpflichtet, Passagieren den vollen Ticketpreis zu erstatten. Bei Verspätungen von über zwei Stunden und einer betroffenen Flugstrecke von über 1.500 Kilometern muss die ausführende Airline den Passagieren am Flughafen Mahlzeiten und Getränke bereitstellen und ihnen die Möglichkeit bieten, zwei Telefonate zu führen oder auch zwei Telefaxe oder E-Mails zu versenden. Bei Bedarf müssen die Airlines auch eine Unterkunft bereitstellen und die Beförderung dorthin ermöglichen. Wir raten, diese Versorgungsleistung bei der Fluggesellschaft einzufordern. Wir von AirHelp unterstützen Passagiere dabei, ihr Recht durchzusetzen und ziehen wenn nötig auch für sie vor Gericht.

 

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

 

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

 

Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird.

 

Weitere Informationen stehen unter folgendem Link bereit: https://www.airhelp.com/de/ihre-rechte.




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