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Nun will auch Deutschland Passagiere der ‘Diamond Princess’ ausfliegen lassen
Die USA haben am Montag laut APA Hunderte ihrer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger von dem in Japan unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ geholt.
Nun will auch Deutschland Passagiere der ‘Diamond Princess’ ausfliegen lassen

40 US-Passagiere hätten sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und müssten in Krankenhäusern in Japan bleiben, sagte ein Vertreter der US-Gesundheitsbehörden dem Sender CBS.

Nun berichtet ntv, dass die Bundesregierung offenbar die acht deutschen Gäste auf dem Schiff „Diamond Princess“ ausfliegen lassen möchte. Sie sollen bei einem Flugzeug mitfliegen können, mit dem Italien eigene Staatsbürger von dem Schiff evakuieren will. Zwei der betroffenen Deutschen seien mit dem Coronavirus infiziert, doch es gehe ihnen gut, heißt es in der Meldung.

Die restlichen Passagiere wurden nach Angaben der US-Botschaft in Japan mit zwei Flugzeugen in die USA ausgeflogen, wo sie zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden. Die US-Behörden hatten am Samstag mitgeteilt, dass rund 400 Menschen ausgeflogen würden.

Einige US-Passagiere lehnten es jedoch ab, das Schiff zu verlassen. „Meine Gesundheit ist in Ordnung. Und meine zweiwöchige Quarantäne ist fast vorbei. Warum sollte ich mich mit anderen Menschen, von denen man annimmt, dass sie infiziert sind, in einen Bus und ein Flugzeug setzen lassen?“, schrieb der US-Anwalt Matt Smith, der zusammen mit seiner Frau an Bord war, auf Twitter.

Die „Diamond Princess“ wird seit Anfang Februar wegen des Coronavirus im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gehalten. Auf dem riesigen Schiff mit mehr als 3000 Menschen an Bord befindet sich die größte Gruppe an Coronavirus-Patienten außerhalb Chinas. Bei mehr als 450 Passagieren wurde bis Montag eine Infektion nachgewiesen, wie das japanische Gesundheitsministerium mitteilte. Ob die 40 US-Bürger in dieser Zählung inbegriffen waren, ist unklar.

Deutsche Passagiere auf „Westerdam"

Von der Krankheit betroffen ist auch das Kreuzfahrtschiff „Westerdam“. Nach der Entdeckung einer Infektion unter den Passagieren, die zum Teil schon in Kambodscha an Land gegangen waren, sind nach Angaben der Reederei bisher zumindest keine Symptome der Covid-19 genannten Lungenkrankheit aufgetreten. Allerdings gibt es eine Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen, bis sich Symptome zeigen, und Infizierte können dann auch schon ansteckend sein. Zuvor war eine 83-jährige Amerikanerin bei der Weiterreise in Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus gebracht, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitteilte.

Unter den Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind noch einige an Bord der "Westerdam", während andere bereits die Heimreise angetreten haben. Die Gäste, die bereits nach Hause gereist seien, würden von ihren örtlichen Gesundheitsbehörden kontaktiert, teilte die Holland America Line mit. Die US-Passagierin Christina Kerby schrieb auf Twitter, die Reisenden, die im Hotel in Pnomh Penh seien, würden getestet. Mehrere Länder hatten dem Schiff aus Angst vor dem Virus das Einlaufen untersagt. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu.

Bildnachweis: © AA


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