Radfahren ist nachhaltig, gesund und bringt Wirtschaftskraft in die Region - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
Radfahren ist nachhaltig, gesund und bringt Wirtschaftskraft in die Region
EcoVeloTour – Tourismusverband Ostbayern ist an internationalem Radprojekt beteiligt.
Radfahren ist nachhaltig, gesund und bringt Wirtschaftskraft in die Region

„Wer Rad fährt, tut etwas für sich und für das Klima. Wo immer möglich, sollte man lieber Radfahren, als ins Auto zu steigen“, sagt Wolfgang Scheinert, stellvertretender Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern (TVO). Die Förderung eines nachhaltigen Tourismus ist eines der Ziele des TVO. Daher ist dieser Partner beim internationalen Eco Velo Tour-Projekt. Der TVO hat zur Radtour von Regensburg nach Tegernheim eingeladen. Am dortigen Radlerrastplatz erläutert Scheinert nach der Begrüßung durch Bürgermeister Max Kollmannsberger den geladenen Gästen die Radwegestrategie für die Urlaubsregionen Ostbayerns. „Radwegeinfrastruktur zu schaffen, ist auch eine Klimaschutzmaßnahme“, erklärt Scheinert, „Radfahren und Radtourismus sind kein kurzfristiger Trend, sondern eine langfristig beliebte Urlaubsform. Das bedeutet aber auch, dass der Wirtschaftsfaktor Radtourismus weiter steigen wird. Radfahren ist ein Zukunftsmarkt mit Potential, den wir für unsere Region aufzeigen möchten.“

Der Tourismusverband Ostbayern setzt bereits seit geraumer Zeit auf den Trend Radfahren. „Ostbayern ist zu einer führenden Radregion geworden. Wir intensivieren seit nahezu zehn Jahren den Ausbau der Radwegeinfrastruktur“, erklärt Scheinert, „Das gelingt durch eine lückenlose Beschilderung, durch den Aufbau von Rad-Erlebniswelten und durch vernetztes Vorgehen.

Jede Region profiliert sich durch einen eigenen Leuchtturmradweg, der sich von anderen unterscheidet und so besser wahrgenommen wird.“ In Ostbayern sind in den letzten Jahren vier große Radwege geschaffen oder aufgewertet worden. Dies sind die Trans Bayerwald, die Oberpfälzer Radl-Welt, der Fünf-Flüsse-Radweg und die Niederbayerntour.

Radfahren ist beliebt wie nie zuvor

Radfahren ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland, sei es das Tourenradeln, das Mountainbiken oder auch das Rennradfahren. So zeigt die ADFC Reiseanalyse aus dem Jahr 2021, an der über 10.000 Bundesbürger*innen teilgenommen haben, dass über Dreiviertel der Deutschen regelmäßig aufs Fahrrad steigen. Vor allem im Urlaub wird gerne geradelt, entweder als Tagesausflug am Urlaubsort oder als mehrtägige Radreise. Die Coronazeit hat diese Tendenzen noch verstärkt, die Menschen wollen raus, sich bewegen, Zeit im Freien verbringen und etwas entdecken. 55 Prozent nutzen das Fahrrad aufgrund der Pandemie nun häufiger. 13 Prozent der Befragten kauften sich ein neues Fahrrad. 2020 wurden über fünf Millionen Fahrräder verkauft. Insgesamt gibt es einen Bestand von rund 80 Millionen Fahrrädern in Deutschland. 38,7 Prozent der im Jahr 2020 in Deutschland abgesetzten Fahrräder waren E-Bikes.

Scheinert dankt allen Mitgliedern des Tourismusverbandes und Partnern, die die Wegeinfrastruktur aufbauen, erhalten und pflegen. Sein Dank geht auch an die 200 Gastgeber in Ostbayern, die sich speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrenden eingestellt haben oder sogar die Bett+Bike-Klassifizierung des ADFC führen.

„Damit der Urlaub richtig Spaß macht, brauchen Radfahrer bestmögliche Informationen“, beschreibt Scheinert, der selbst viel Rad fährt. Tourenvorschläge, GPX-Tracks und weitere relevante Informationen finden sich u.a. auf den Internetseiten des TVO und der Landschaftsgebiete. „Wir erstellen zusätzlich auch Karten, sowie Touren- und Etappenplaner. Diese vertreiben wir über unsere Prospektbestellung, auf Messen, über Printprodukte und Social-Media.“

Auf gesundes, nachhaltiges Reisen umsteigen: Eco Velo Tour

Im internationalen Eco Velo Tour Projekt beschäftigt man sich mit Strategien zum nachhaltigen Tourismus entlang des EuroVelo-Radwegenetzes im Donauraum. Beteiligt sind neben dem TVO Projektpartner aus Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, der Slowakei und Serbien.

Insgesamt 17 Euro Velo Radwege verbinden den europäischen Kontinent. Durch Ostbayern verlaufen zwei EuroVelo-Radwege, der EuroVelo 13 – Iron Curtain Trail, und der Euro Velo 6 – Atlantik-Schwarzes Meer, der sich ab Deutschland mit dem Donauradweg deckt.

Alexander von Poschinger, Projektleiter Eco Velo Tour, erläutert: „Die Strategie für den ostbayerischen Raum beleuchtet die Annahme, dass Fahrradtourismus wichtige Beiträge zum nachhaltigen Tourismus leisten kann.“ Basis dafür sei ein leistungsfähiges und attraktives Angebot. Der Verzicht auf das private Kraftfahrzeug verringere den CO2-Fußabdruck der Reise. Voraussetzung hierfür sei ein leistungsfähiger Öffentlicher Personennahverkehr und vor allem die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme. Eine regionale Wertschöpfung könne durch die Einbindung von regionalen Leistungsträgern, Gastbetrieben und Dienstleistern bestmöglich erreicht werden. Dies wiederrum stärke die regionalen Wirtschaftskreisläufe und in Folge den Erhalt von Landschaft und Kultur.

Radtourismus lohnt sich

Im Rahmen des Projekts wurden auch Videoclips unter dem Motto Radtourismus lohnt sich gedreht. Sie bieten den radtouristischen Partnern Argumente und Beispiele für gelungene Umsetzungen. Alexander von Poschinger beschreibt das Ziel der Videos: „Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung der Botschaft, dass Radfahren auch in Zeiten einer Pandemie eine nachhaltige, gesunde und sozial anerkannte sportliche Betätigung an der frischen Luft ist. Partner der Regionen zeigen auf, warum sich Radtourismus für sie lohnt. Sie geben wertvolle Hinweise, wie sich Radtourismus in den letzten Jahren verändert hat und was für den Radtourismus wichtig ist. Als Tourismusverband appellieren wir zudem für gegenseitige Rücksicht und für einen achtsamen Umgang mit der Natur mit unserem Slogan Respektvoll auf dem Weg und mit der Natur“.

Zum Abschluss der Radveranstaltung beeindruckte Gerhard Illig, leidenschaftlicher Radfahrer und Fotograf mit starken Bildern und lebhaften Schilderungen, was ein Radtourist braucht, um sich in der Region wohlzufühlen, welche Infrastruktur erforderlich ist und was fahrradfreundliche Gastgeber auszeichnet.

Vier große Radwege der Urlaubsregionen Ostbayerns:

Trans Bayerwald

Im Bereich Mountainbike belegt der Bayerische Wald unter 34 Destinationen sogar den 1. Rang in der Destination Brand Studie 2016. Daher entschloss man sich für die Mountainbikeroute Trans Bayerwald. Sie ist 700 Kilometer lang, es gilt 16.000 Höhenmeter in 14 Etappen zu überwinden.

Die Trans Bayerwald ist Gewinner des Goldenen Pedals 2020 des ADFC Bayern in der Kategorie „Bestes Radtourismus Gesamtkonzept“

https://www.trans-bayerwald.de/

Oberpfälzer Radl-Welt

Die Oberpfälzer Radl-Weltist eine wunderbare Art, Land und Leute auf der 500 Kilometer langen Rundtour im Oberpfälzer Wald zu erleben oder in eine der sechs Erlebniswelten zwischen 85 und 155 Kilometern Länge einzutauchen.

https://www.oberpfaelzerwald.de/radl-welt/

Fünf-Flüsse-Radweg

Der Fünf-Flüsse-Radwegim Bayerischen Jura ist seit nahezu drei Jahrzehnten einer der beliebtesten Radfernwege Ostbayerns und über Reiseveranstalter buchbar. Die familientaugliche Tour wurde mit neuer Beschilderung und Infotafeln aufgewertet. https://fuenf-fluesse-radweg.info/de/

Niederbayerntour

Die Niederbayerntourverbindet Passau, Landshut und Regensburg unter dem Motto „Himmlisch Radfahren“ auf 240 Kilometern für Genussradler. Sechs thematische Rundtouren von 96 bis 244 Kilometer sind ideal für Sternradfahrer.

https://www.bayerisches-thermenland.de/Media/Touren/Niederbayerntour

Projekt Eco Velo Tour

Im Rahmen des Danube Transnational Programme werden im Projekt EcoVeloTour Strategien für einen nachhaltigen Tourismus entlang des EuroVelo-Radwegenetzes im Donauraum erarbeitet. In Ostbayern zählen der Donauradweg und der Iron Curtain Trail zu den EuroVelo-Fernradwegen. 

Das Projekt läuft noch bis Ende September 2021. In Deutschland sind der Tourismusverband Ostbayern und die Universität Passau Projektpartner. Weitere Projektpartner sitzen in Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, der Slowakei und Serbien. Somit sind sieben von zehn Donauanrainerstaaten im Projekt vereint.

Das Gesamtbudget beläuft sich auf 2,1 Millionen Euro.

Bildnachweis: © Tourismusverband Ostbayern, Maximilian Sernsch


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