Tourexpi: Welche Ziele verfolgen Sie mit der Organisation des 2. Tourismus-Investitionsgipfels in Didim?
UD: Nach dem großen Erfolg des ersten Gipfels waren wir sofort der Meinung, daß wir dies zu einer Veranstaltungsreihe machen sollten und planen deshalb für den 7. Oktober 2010 einen zweiten Gipfel dieser Art. Wie man weiß, ist Didim noch nicht so recht von den Tourismusinvestoren entdeckt worden, obwohl die Region hervorragend für Investitionen geeignet ist. Mit Hilfe unseres 2. Tourismus-Investitionsgipfels wollen wir weiter Investoren aus dem In- und Ausland auf unser Feriengebiet aufmerksam machen. Dabei werden wir auch die Erfolge des 1. Gipfels einer kritischen Würdigung unterziehen.
Auf dem Gipfel werden wir das Potential der Region mit Investoren und führenden Touristikern diskutieren, und uns dabei auch bemühen, eine Entwicklungsstrategie auszuarbeiten, die uns dabei hilft, Fehler zu vermeiden und zu einem vorbildlich gestalteten Ferienort zu werden.
Tourexpi: Wann wurde der erste Gipfel dieser Art veranstaltet, wer nahm daran teil, und welche Folgen hatte er?
UD: Der 1. Investitionsgipfel Didim wurde am 13. August 2009 von der Handelskammer Didim, Tourexpi und der Incoming-Agentur Raffinesse Travel veranstaltet und wurde, obwohl der die erste Veranstaltung dieser Art war, sehr gut besucht. Zu den Teilnehmern zählten der türkische Minister für Kultur und Tourismus, Ertuğrul Günay, der Gouverneur der Provinz Aydın, Avni Coş, der TÜRSAB-Vorsitzende Başaran Ulusoy, der Türkeiberater der TUI AG, Hüseyin Baraner, einige Abgeordnete, Leiter der Ämter für Kultur und Tourismus, Bürgermeister aus den Kommunen der Region, sowie die Vorsitzenden einer Reihe von Berufsverbänden.
Dem Gipfel gelang es, Touristiker und Reiseveranstalter aus Didim mit Investoren außerhalb der Region zusammen zu bringen. Die Veranstaltung hat zu einer regeren Präsenz Didims auf ausländischen Reisemessen geführt, und auch die Aufmerksamkeit der Reiseveranstalter stärker als zuvor auf Didim lenken können.
Tourexpi: Als welche Art Reisedestination definiert sich Didim heute?
UD: Wir sind der Überzeugung, daß Didim alle erdenklichen Zielgruppen unter den Urlaubern ansprechen kann. Didim bietet reiche kulturelle und historische Schätze in seiner Umgebung, ist für Trekking- und Wandertourismus im Gebiet der Fünffingerberge am Bafa-See bestens geeignet, und besitzt elf mit einer Blauen Flagge ausgezeichnete Strände mit einer Gesamtlänge von 55 Kilometern. Hinzu kommen unbesiedelte, jungfräuliche Buchten, sanft in das Meer abfallende Sandstrände, die vor allem für den Familienurlaub mit Kindern bestens geeignet sind, sowie gute Hotels, Restaurants und ein interessantes Nachtleben. Und zu alledem ein blitzsauberes Meer, in dem man die Fische mit bloßem Auge schwimmen sehen kann.
Tourexpi: Wie steht es um die laufende Saison?
UD: Wir sind mit der laufenden Saison sehr zufrieden, aber Didim hat ein Handicap: Die Hotels in Didim haben eine geringe Bettenkapazität und sind auch in letzter Zeit wenig erneuert und renoviert worden. Wir arbeiten daran, das zu lösen, denn wir glauben, daß die Hotels, wenn sie renoviert werden, noch bessere Auslastungszahlen erzielen werden.
Tourexpi: Welche Auswirkung hatte die Eröffnung des Yachthafens Doğuş Marina letztes Jahr?
UD: Der Yachthafen Didim D Marin mit seiner Kapazität von 580 Anlegestellen und 600 Yachtplätzen an Land sowie seiner hervorragenden Ausrüstung mit Lifts, Trailern und Hangars ist einer der größten im Mittelmeergebiet. Er profitiert auch von seiner hervorragenden Lage auf dem Weg von Marmaris in die Ägäis.
Der Yachthafen trägt durch seine Beliebtheit, aber auch durch seine Präsenz auf Messen im Ausland erheblich dazu bei, den Bekanntheitsgrad von Didim zu erhöhen, macht also Werbung für uns. Das gilt vor allem für englischsprachige Länder. Natürlich hat der Yachthafen mit seinen Geschäften und seinen Arbeitsplätzen für einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung in Didim gesorgt, auch durch die hohe Zahl der Yachtbesitzer, die durch ihn auch unsere Stadt und die Umgebung besuchen. Daneben hat er auch mit zu einer besseren Entwicklung des Angebots von Wassersportarten in Didim beigetragen. Darüber hinaus ist Didim nun auch ein Austragungsort für Yachtwettkämpfe geworden, was unsere Region wiederum bekannter macht.
Tourexpi: Welche Produkte will Didim in Zukunft auf den ausländischen Reisemärkten anbieten?
UD: Wir wollen uns hier stark auf Gesundheitstourismus konzentrieren. Einer der Gründe, warum wir hier so viele Gäste aus England haben, ist die saubere Luft, die vor allem bei Asthma-Fällen von Vorteil ist. Deshalb glauben wir, daß die Region für den Gesundheitstourismus prädestiniert ist.
Zusätzlich denken wir an Fußballtrainingscamps, wie sie in Antalya sehr erfolgreich sind. Außerdem wollen wir auch Wassersportarten ausbauen, und Didim ist auch für Taucher und Menschen, die unter Wasser Fische jagen wollen, bestens geeignet. Dazu wollen wir besonders geeignete Gebiete ausweisen. Da wir in der Umgebung auch hervorragende Wandergebiete besitzen, wollen wir auch Wanderwege ausweisen und somit dafür sorgen, die Urlaubssaison auf das gesamte Jahr ausweiten zu können.
Tourexpi: Welche Reisemärkte sind Didim und der Umgebung besonders wichtig?
UD: Wir sind seit Jahren damit beschäftigt, neue Reisemärkte für uns zu entdecken und auszubauen. Die Handelskammer Didim beteiligt sich daran hauptsächlich durch ihre Präsenz auf Reisemessen im Ausland. Neben England, Deutschland und Holland werden wir dieses Jahr auch auf den einschlägigen Messen in Rußland, der Ukraine, Polen und dieses Jahr zum ersten Mal auch in Rumänien und Bulgarien präsent sein. Außerdem wollen wir auch in den immer wichtiger werdenden Reisemärkten Iran und Syrien aktiv werden. Darüber hinaus wollen wir Didim vor allem in Form von Workshops bekannter machen. |