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Die Provinz Adana weist eine Fläche von 14.030 km² auf und liegt an der östlichen Mittelmeerküste der Türkei. Die Provinz grenzt im Westen an Mersin, im Südosten an die Provinz Hatay, im Osten an Osmaniye, im Nordosten an Kahramanmaraş, im Norden an Kayseri und im Nordwesten an Niğde. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt.

Den Ergebnissen der Volkszählung von 2000 zufolge weist die Provinz 1.849.473 Bewohner auf, von denen 64,9 in Städten und 35,1 % in Dörfern leben. In den Städten steigt die Bevölkerung jährlich um 21,7 % an, in den Dörfern lediglich um 6,29 %.

Durch eine jahrtausendealte Vergangenheit besitzt Adana ein großes touristisches Potential. Hier hat man großartige Kunstwerke aus vergangenen Zeiten gefunden, und auch die natürliche Schönheit der Küste bei Yumurtalık-Karataş, die grünen Hochplateaus des Taurus, Heilquellen und eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren stellen große Reize dar.

Das Taurus-Gebirge, das sich im Norden und Westen der Provinz erstreckt, bietet natürliche Möglichkeiten für Bergsportler, Trekking und Jagdtourismus. Auch Almtourismus ist durch die unzähligen Almen im Taurus bestens möglich.

Sanfter Tourismus kann zudem in den vielen Sümpfen und Feuchtgebieten betrieben werden, welche die Flüsse Seyhan und Ceyhan bilden. Im heißen Sommer zieht die einheimische Bevölkerung seit jeher ins Gebirge, um der drückenden Hitze in der Ebene zu entgehen. Auf diesen traditionellen können heute alternative Tourismusformen wie Camping, Kuraufenthalte, Rafting, Höhlenwanderungen und Jagdausflüge entwickelt werden.

 

Die Geschichte Adanas und der Çukurova-Ebene

Die fruchtbare Ebene Çukurova ist seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, und archäologische Zeugnisse weisen aus, daß hier Zivilisationen auf hoher Kulturstufe gelebt haben.

Schriftliche Zeugnisse über die Çukurova erreichen uns als erstes aus der Zeit des Königreiches von Kitvanza, das um 1.335 v. Chr. unter der Oberherrschaft der Hethiter stand und deshalb in deren Aufzeichnungen erwähnt wird. In der Folge des Niedergangs des Reiches der Hethiter, ausgelöst durch Invasionen von Stämmen aus dem West, entstanden in der Region kleine Fürstentümer. Adana und die Çukurova gerieten der Reihe nach unter die Herrschaft des Königreiches Kue, der Assyrer, des kilikischen Königreiches, der Perser, Makedonier, der Seleukiden, der Piraten Kilikiens und der Römer.

In römischer Zeit entwickelte sich Adana durch die Anlage von Brücken, Straßen und bewässerten Plantage zu einem hochentwickelten Handelszentrum. Nach dem Ende der Römerherrschaft herrschten hier Byzantiner, Araber, Armenier, Mameluken und die Fürsten der Dynastie Ramazanoğulları. Diese stifteten hier Moscheen und Medresen sowie etliche Einrichtungen zur sozialen Versorgung der Bevölkerung.

Von 1517 bis 1918 herrschten die Osmanen in Adana und Umgebung, unterbrochen von einer Zeit im frühen 19. Jhd., als Mehmet Ali Pascha, der abtrünnige Gouverneur von Ägypten, unterstützt durch die Engländer, Franzosen und Russen, das Gebiet unter seine Kontrolle brachte. Nach kurzer Zeit fiel Adana zurück an die Osmanen, die die Stadt zum Zentrum einer Provinz machten. Während des 1. Weltkrieges wurde die Stadt von den Franzosen besetzt, aber aufgrund des Abkommens von Ankara vom 20. Oktober 1921 in den ersten Tagen des Folgejahres an die Türkei zurückgegeben.

In der Provinz Adana hat man 65 Gelände zu kulturell und archäologisch bedeutsamen Fundstätten deklariert. Unter diesen stechen Städte wie Kozan und Seyhan, sowie Grabungsgelände wie Misis, Magarsus und Anavarza hervor. Natürliche Reize bieten die Lagunen von Ağyatan und Akyatan.

Adana ist ein Schmelztiegel der Zivilisationen, die ein kulturelles Mosaik kreiert haben, das noch heute seine Spuren in der örtlichen Folklore hinterlassen hat. Seit dem ausgehenden 19. Jhd. steigt die Bevölkerung der Provinz durch die Entwicklung der Landwirtschaft und der verarbeitenden Industrie ständig an, und sorgt dadurch für erhebliche Veränderungen auch in der Kultur der Region. Doch auch heute nach kann man das farbenfrohe Erbe all der Zivilisationen, die hier einst lebten, noch in Kleidern, Heiratsgebräuchen, Wurfspeerkämpfen (cirit), Ringkämpfe und Volkstänze nachvollziehen, die noch in vielen Dörfern weiter erhalten und gepflegt werden.

Die Hauptsehenswürdigkeit in der Stadt Adana selbst ist mit Sicherheit die alte Brücke (Taşköprü), die noch aus römischer Zeit stammt.

Mehmet Perçin

18-12-2014
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