Phuket: Touristen bei Tsunami-Gefahr ihrem Schicksal überlassen?
Donnerstag, 12. April 2012, 08:30
Während die großen Nachrichtenagenturen melden, dass die Warnsysteme und die Zusammenarbeit zwischen Behörden während der gestrigen Erdbeben gut funktioniert haben, gibt es vor Ort in Phuket auch kritische Stimmen.
Schilder wie dieses verschwinden immer öfter...
So berichtet „phuketwan.com“, Angestellte in Restaurants in Patong sowie in Resorthotels in Phuket hätten bei der gestrigen Tsunami-Warnung ihre Posten verlassen und die Touristen einfach ihrem Schicksal überlassen.
Dies sei zwar nur bei einem Teil der Angestellten der Fall gewesen, sollte aber ausreichen, die Behörden zu alarmieren, schreibt die Webseite auf Englisch und beklagt: „Es ist traurig, aber auch mehr als sieben Jahre, nachdem der Tsunami 2004 5.400 Touristen und Einheimische in der Andaman-See getötet hat, hat Phuket noch keine Lehren daraus gezogen.“
Resortmanager berichteten laut Phuketwan, dass viele Touristen trotz der Warnungen an den Stränden geblieben seien, weil sie gar nicht verstanden hätten, worum es bei all der Aufregung gehe – eine Folge mangelnder Information der Urlauber bei Antritt ihres Urlaubs, aber auch verschwundener und verrosteter Hinweisschilder, mit denen über die Gefahr von Tsunamis informiert werden soll.
Letztendlich liege das Problem, so Phuketwan, darin, dass man trotz der Katastrophe vom 26. Dezember 2004 lieber verdränge, dass es jederzeit erneut zu einem Tsunami kommen könne.
Wie wenig man die Sicherheit in Phuket groß schreibe, so die Webseite weiter, zeige sich ja auch daran, dass es seit dem 2. April keine Rettungsschwimmer an den beliebtesten Stränden Phukets mehr gebe, weil deren Verträge ausgelaufen sind (wir berichteten) – dabei hätten auch diese dabei helfen können, die Urlauber von den gefährdeten Stränden zu entfernen.
Diesmal ist die Katastrophe zum Glück noch einmal ausgeblieben. Doch in Phuket scheint man immer noch nicht richtig auf sie eingestellt zu sein.
Bitte verfassen Sie Ihren Kommentar zu "Phuket: Touristen bei Tsunami-Gefahr ihrem Schicksal überlassen?" hier:
*Die Redaktion behält sich das Recht auf orthographische Korrekturen und Kürzungen vor.
Das Sarojin Boutique Resort Hotel ist ein Haus der exklusiven Klasse. Es bietet 56 Residenzen mit privatem Zugang zu dem weißen und feinen Sandstrand von 11 km Länge am...
Das 1923 erbaute, ehemalige "Railway Hotel" gehört heute zur Sofitel-Gruppe. Es liegt in einem 15 Hektar großen Garten mit tropischen Blumen. Die Architektur dieses...