|
Journalist schmuggelt Sprengstoff-Attrappe nach USA
Dienstag, 09. März 2010, 08:11
Es ist immer dasselbe Lied: Auch verschärfte Sicherheitskontrollen mit allen erdenklichen Unannehmlichkeiten können den Schmuggel von Sprengstoff in Flugzeuge nicht verhindern. Das wies wieder einmal ein Journalist nach.
Duty Free-Shops scheinen oft die größte Sicherheitslücke an Flughäfen zu sein. Das wies laut einem Bericht der Berliner Zeitung ein niederländischer Journalist am Flughafen Schiphol in Amsterdam nach.
Und es war so einfach: Da sich die Duty Free-Shops an Teilen des Flughafens, an dem bereits die umstrittenen Nacktscanner eingesetzt werden, zum Teil zwischen Paß- und Sicherheitskontrolle liegen, gelang es dem Journalisten in Zusammenarbeit mit dem Kollegen, eine Schnapsflasche zu kaufen, diese vom Kollegen herausbringen, entleeren und mit Wasser füllen zu lassen. Danach wurde sie im Duty Free-Shop an der Kasse brav versiegelt. Das hätte auch mit einer explosiven Mischung gelingen können.
Ähnliches hatte sich vor Jahren am Flughafen Frankfurt zugetragen, nachdem nach den Anschlägen in New York Taschenmesser im Handgepäck verboten und konfisziert wurden. Nach der Kontrolle konnte man sich, wie Journalisten nachwiesen, in Geschäften im Duty Free-Bereich vollkommen ungehindert neue Taschenmesser kaufen.
Fazit: Sind Terroristen kreativ genug, helfen auch die ausgeklügelsten Sicherheitsmaßnahmen nichts – vor allem, wenn sie, wie so oft, gar nicht besonders gut durchdacht sind.
|