Lufthansa und Vereinigung Cockpit schließen langfristige Tarifverträge - Wissen, was im Tourismus los ist!


11.10.2017

Deutschland
Lufthansa und Vereinigung Cockpit schließen langfristige Tarifverträge
Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben heute Verträge zu allen offenen Themen unterzeichnet. Die unterzeichneten Verträge entsprechen der im März erzielten Grundsatzvereinbarung. Die Einigung steht unter dem Vorbehalt der erfolgreichen Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder.
Lufthansa und Vereinigung Cockpit schließen langfristige Tarifverträge

Unter anderem wurden neue Vergütungs- und Manteltarifverträge sowie Verträge zur Alters- und Übergangsversorgung mit einer Laufzeit bis mindestens Juni 2022 geschlossen. Damit haben die Sozialpartner einen langfristigen Tariffrieden erreicht. Mit den neuen Verträgen entsteht eine strukturelle Gesamtkostenersparnis bei den Personalkosten im Cockpit von 15 Prozent – vorbehaltlich zukünftig zu zahlender Tarifsteigerungen. Gleichzeitig können durch die Einigung nun wieder Nachwuchsflugzeugführer bei den genannten Flugbetrieben eingestellt werden.

 

„Wir haben mit dem Tarifabschluss die Grundlage für eine neu gelebte Sozialpartnerschaft mit der VC gelegt“, sagt Dr. Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG. „Wir schaffen gemeinsam einen nachhaltigen Tariffrieden bis 2022. Dieser Kompromiss ermöglicht Karriereperspektiven für unsere Pilotinnen und Piloten und er leistet einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens.“

 

Alters- und Übergangsversorgung

 

Die Altersversorgung wird von einem System garantierter Auszahlungen (Defined Benefit) auf ein System garantierter Beiträge (Defined Contribution) umgestellt, wie es bereits für Boden- und Kabinenmitarbeiter vereinbart wurde. Durch diese Umstellung sinken die Pensionsverbindlichkeiten um einen hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag, während sich das EBIT 2017 um einen signifikanten dreistelligen Millionen-Euro-Betrag verbessert.

 

Die Cockpit-Mitarbeiter können auch in Zukunft das Niveau der bisherigen Altersbezüge erreichen und zudem freiwillige Eigenbeiträge einbringen. Das heutige Übergangsversorgungssystem wird grundsätzlich beibehalten. Allerdings wird das zu erreichende kollektive durchschnittliche Ausscheidealter der Piloten von Lufthansa bis 2021 stufenweise auf 60 Jahre erhöht. Für Lufthansa Cargo und Germanwings gilt dieses Ausscheidealter schon heute. Pilotinnen und Piloten werden auch künftig gegen dauerhafte Flugdienstuntauglichkeit geschützt sein.

 

Zukunfts- und Karriereperspektiven für Pilotinnen und Piloten

Durch die Zusage, zum Jahresende 2022 mindestens 325 Flugzeuge mit Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings zu betreiben, werden weitreichende Zukunfts- und Karriereperspektiven geschaffen. Es sollen mehr als 700 Nachwuchsflugzeugführer eingestellt und mindestens 600 Kapitänsstellen besetzt werden.

 

Vergütungs- und Manteltarifvertrag

 

Pilotinnen und Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings erhalten zeitlich gestaffelte Gehaltserhöhungen von insgesamt 10,3 Prozent und eine Einmalzahlung von bis zu 1,8 Monatsgehältern für eine Laufzeit von Mai 2012 bis Juni 2022.

 

Die Einstiegs- und möglichen Endvergütungen für zukünftige Mitarbeiter orientieren sich am heutigen Niveau. Die Vergütungsstrukturen von heutigen Mitarbeitern bleiben unverändert. Eine moderatere Steigerungslogik schafft aber zudem Kostenentlastungen. Außerdem wurden weitere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung vereinbart. 




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